Stark ohne Gewalt
. . . ist ein Projekt zur Gewaltprävention für Kinder und Jugendliche. Es wird im Rahmen des Programms „daphne“ von der Europäischen Kommission gefördert und in mehreren europäischen Ländern durchgeführt. Darunter Polen, Tschechien, Ungarn und Romenien. In Deutschland lief das Projekt mit „daphne-Förderung“ bereits in Hannover-Ost, Dortmund und Papenburg. Mit dem Partner Caritas (www.caritasnet.de) wurde es im Herbst 2007 in Kürten, Pulheim und Stommeln umgesetzt.
Schirmherr ist der Kultusminister des Landes Niedersachsen, Bernd Busemann und seine nordrhein-westfälische Amtskollegin Barbara Sommer. Unterstützt wird das Projekt von Professor Dr. Christian Pfeiffer,
Kern ist die Erarbeitung des Musicals „Streetlight“ der internationalen Band GenRosso, das unter Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler auf die Bühne gebracht wird. Bühnenbild, Licht und Sound werden ebenfalls von Jugendlichen betreut. Auch die Lehrer sind in diese Projektarbeit eingebunden: Im Vorfeld, bei der Vorbereitung im fächerübergreifenden Unterricht zum Thema „Gewalt und Stärke“ und bei der Durchführung von Workshops während der Projekttage.
Zum Inhalt STARK OHNE GEWALT vermittelt nachhaltig positive Grundhaltungen und Werte. Junge Menschen lernen, ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten wahrzunehmen und sie kreativ einzusetzen. Das Projekt umfaßt verschiedene Bausteine. Sie sind in der Praxis erprobt und können an Schulen und im sozialen Umfeld Jugendlicher eingesetzt werden. Im Herbst 2006 lief das Projekt in Lindlar, Remscheid und Wuppertal mit so großem Erfolg, dass der Hauptsponsor - der Diäzesan Caritasverband für das Erzbistum Köln- es in diesem Jahr erneut in Kürten, Pulheim und Siegburg finanziert und begleitet hat.
Die 4-"S" Ziel des Projektes ist, die Jugendlichen zu sensibilisieren zu stärken zu berühigen, gegen Gewalt Stellung zu beziehen zu sozialisieren (Handlungsalternativen im Umfeld einzusetzen)
Das Musical „Streetlight“ der internationalen Band GenRosso ist Kernstück des Projekts. Es erzählt die wahre Geschichte des jungen Schwarzen Charles Moats, der sich gegen Gewalt entscheidet und für seine Ideale stirbt. Das Musical ist die Grundlage für alle hier vorgestellten Projektmodule.
Präventionsfachtagungen/LEHRERFACHTAGUNG Erzieher, Lehrer und Multiplikatoren erhalten in Präventionsfachtagungen Tipps und konkrete Handlungs-Hilfen für den alltäglichen Umgang mit Jugendlichen und Kindern. Am Ende können sie mit einer pädagogische Handreichung und jahrgangspezifischen Unterrichtsmaterialien im fächer¸bergreifenden Unterricht das Thema in ihrer Klasse umsetzen. Die Präventionsfachtage finden in der Regel in der jeweiligen Schule oder Einrichtung statt, daher entstehen keine Reiskosten.
Projekttage Etwa sechs Wochen nach der Präventionsfachtagung finden an der Schule die Projekttage mit GenRosso statt. Um das Musical herum laden die pädagogisch geschulten Musiker zu Workshops ein: In verschiedenen Gruppen können die Schüler ihre ganz persönlichen Stärken und Talente erproben und mit den Profis perfektionieren. Die Jugendlichen werden gezielt für den Auftritt in einzelnen Szenen vorbereitet – Hip-Hop, Gesang, Tanz, Chor...
Höhepunkt der Projekttage ist der gemeinsame Abend „on stage“. Dieser Abend besteht aus zwei Teilen: Auftakt ist immer der Auftritt verschiedener Schüler-Projektgruppen, die ihre eigenen Tanz- oder Musikperformances präsentieren. Mehr als 300 Jugendliche sind hier eingebunden.
Nach der Pause folgt die Aufführung des Musicals „Streetlight“. Insgesamt stehen 250 Jugendliche gemeinsam mit GenRosso auf der Bühne, arbeiten hinter den Kulissen mit oder sind für Licht und Sound zuständig.
workshops Im Verlauf der Projekttage an Schulen können die Lehrer selbst Workshops anbieten und Jugendlichen dazu einladen, sich bei Kunstaktionen zur Gestaltung von Bildern, Gedichten, Theaterstücken, Collagen oder Computeranimationen kreativ mit dem Thema „STARK OHNE GEWALT“ zu beschäftigen. Auch Tanzaktionen, Jongleagen und Akrobatik passen gut in diesen Rahmen.
EVALUATION STARK OHNE GEWALT wird von einer unabhängigen Wissenschaftlergruppe begleitet. Sie soll im Auftrag der Europäischen Union einerseits herausfinden, welche Verbesserungspotentiale sich von einem Projektdurchlauf zum nächsten ergeben können und andererseits klären, ob sich Veränderungen in der Einstellung der Jugendlichen zum Thema „Gewalt“ nachweisen lassen.
© www.starkohnegewalt.de
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